OpenMunich 2016

erstellt am: 12.11.2016 | von: admin | Kategorie(n): Allgemein, Groupware, Cloud-Computing, SaaS, News, Virtualisierung

Vergangene Woche ging in München die gemeinsam von Red Hat und Accenture veranstaltete Technologie-Conference OpenMunich über die Bühne. An historischer Stätte konnte sich Entwickler und Ingenieure in hochkarätigen Workshops mit aktuellen Open-Source-Technologien und Trends wie IoT, Ansible, Microservices und DevOps ganz praktisch vertraut machen.

Am 11.11 – der zeitgleiche Faschingsbeginn passt wenn man es humoristisch sieht ein stückweit zum verstärkten Open-Source-Engagement von Microftsoft, weniger aber zum historisch belasteten Umfeld – fand in der großen Aula im  Gebäude 1, Geschwister-Scholl-Platz der Ludwig-Maximilians-Unversität München (LMU) die erstmalig von Red Hat initiierte Technologie-Conference OpenMunich statt.

In Anschluss an die drei hörenswerten Keynotes von Red Hats Jan Wilderboer,  EMEA Open Source Evangelist (The future of open – 2016) und Tomas Nyström von Accenture  (New IT) verfolgen die rund 300 Teilnehmer eine von Hessel Bearda & Alexander Menz moderierte Podiums-Diskussion zu Thema  „Design Thinking“,  auf der Antje von Loeper, Andrea Smyth, Jan Wildeboer, Mark Neft, Tomas Nyström von Accenture, Red Hat und innosabi sehr unterhaltsam Argumente austauschten, wie sich die Spezialisten die Transformation der digitalen Welt vorstellen.

Redmond und Ralleigh

Berichtenswert im Nachgang ist allerdings auch, dass Microsoft die Veranstaltung als Gold-Sponsor unterstützt. Red Hat pflegt seit längerer Zeit eine https://www.redhat.com/de/partners/strategic-alliance strategische Allianz  mit dem New-IT- und IoT-Consultingunternehmen Accenture sowie seit Ende letzten Jahres auch mit http://news.microsoft.com/2015/11/04/microsoft-and-red-hat-to-deliver-new-standard-for-enterprise-cloud-experiences/#sm.0000evg0pibe7fslrmg2q11zz4lnv Microsoft.

Die Kooperation zwischen Microsoft und Red Hat zielt vor allem darauf ab, dass Anwender Red-Hat-Dienste und Services nativ aus der Azure-Cloud buchen können, wie z. B. RHEL. So können Nutzer RHEL und auf RHEL basierende Applikationen zu einem zertifizierten Provider mit in Deutschland betriebenen Rechenzentren auslagen. Auch Nutzer, die Angebote beider Cloud-Plattformen verwenden, sollen nahtlos wechseln können. So können Administratoren das jeweils andere System wahlweise in  CloudForms oder System Center verwalten. Dass  Red Hat künftig .NET Core unterstützen wird bietet für Microsoft die Gelegenheit zum Betrieb einer Referenzumgebung für .NET Core unter Linux.

So bestand dann eines der Highlights der Breakout-Session des Tages in einer Demonstration der Verfügbarkeit von OpenShift on Microsoft Azure durch Microsoft. Passend zum Open-Source-Engagement von Microsoft kam in diesen Tagen die Meldung, dass die Redmonder nun auch der http://www.datacenter-insider.de/verkehrte-welt-a-559736/ Linux Foundation beigetreten sind.

Red Hat und Accenture

Laut Red Hat unterstützen Accenture und Red Hat Unternehmen und Behörden gemeinsam bei der Implementierung von Open Source-Lösungen für umfassende, komplexe Projekte. Allerdings erinnerst sich möglicherweise der eine oder andere Linux-Evangelist noch darin – und dies ist im Kontext der Veranstaltung gerade im Hinblick auf den Standort München delikat – dass es gerade die Berater von Accenture waren, die der Stadt München im Jahr 2011 im Rahmen eines fast 500-seitigen Gutachtens nahegelegt hatten, das hauseigenes  LiMux durch einen „leistungsfähigen Windows-Client“ zu ersetzen also langfristig wieder zu Windows zurück zu kehren. Schon 2011 sah Accenture offenbar keine Chance für Linux und OpenOffice auf den Stadt-eigenen Desktop-Arbeitsplätzen.

Bezahlsysteme der Zukunft

Doch das ist offenbar Schnee von gestern. Aktuell stehen BigData, IoT und moderne Bezahlsysteme ganz oben auf der Prioritätenliste des Beratungsriesen. Accenture, beratungstechnisch auch bei der Einführung der Paypal-Alternative https://www.paydirekt.de/ PayDirect, die im Weihnachtsgeschäft 2016 vor ihrer Bewährungsprobe seht, sehr rege illustriert in seinem https://www.accenture.com/_acnmedia/Accenture/Conversion-Assets/DotCom/Documents/Global/PDF/Dualpub_13/Accenture-Technology-Vision-for-Retail.pdf Technology-Vision-for-Retail, was uns in der Zukunft in puncto Bezahl- und Bestellsystem erwartet.

Breakout

Im IoT-Lab konnten interessierte Entwickler unter Anleitung der Accenture-Experten z. B. auf Basis eines Arduino Boards nachstellen, wie z. B. Amazons Dash-Button funktioniert. Red Hat Spezialisten leiteten dagegen interessierte Sysadmins im Ansible-Lab durch die Grundkonfiguration von Ansible und die Arbeitsweise mit Red Hats kostenpflichtiger Ansible-Variante Ansible Tower. In einem weiteren höchst interessanten Breakout-Block demonstrierte  Andreas Neeb von Red Hat Aufbau und Betrieb einer hoch verfügbaren, skalierbaren Microservice-Architektur mit Docker, Kubernetes und Netflix OSS, während Dennis Deitermann von Accenture und Johann Loran Red Hat unter dem Motto „Thinking in Containers – A way to new IT” demonstrierten, wie man sich die schöne neue IT-Welt bei den führenden IoT-Experten vorstellt.

 

 

 

Guten Tag


Ich heiße Thomas Drilling und bin seit 1995 als Freelancer (IT-Consultant, IT-Trainer, IT-Fach-Journalist/Redakteur/Buchautor) tätig. Dass mein Tätigkeitsfeld aufgrund meiner speziellen Vita eine ausgeprägte Dreiteilung aufweist, illustriert die farbliche Gestaltung dieses Internet-Auftritts.

Doch egal, ob IT-Journalismus. Consulting oder Training, mit meinem über die Jahre aufgebauten Know Know verstehe ich mich im Wesentlichen als moderner IT-Spezialist mit den Schwerpunkten Beratung und Training.

Da ich alle nennenswerten historischen IT-Entwicklungen vom Großrechner, über die mittlere Datentechnik (IBM AS/400), Unix (in der Pre-Linux-Ära), Homecomputer (Apple, Commodore, Atari), PCs, PC-Netzwerke, Novell Netware, Linux, Windows-NT, VMware ESX bis zu Amazon Web Services mit erlebt und gestaltet habe - was unter anderem meine Veröffentlichungs-Datenbank illustriert - kenne ich die Nöte, Sorgen, Pläne und Ziele vorrangig kleiner und mittlerer Unternehmen aus vielen Perspektiven.

Studiert habe ich den achtziger Jahren an der Gesamthochschule Kassel und der Fachholschule Bielefeld und mein Diplom im Fach Elektrotechnik-Informationsverarbeitung im Sommer 1992 erworben. Seitdem kamen sukzessive die typischen Hersteller-Zertifizierungen hinzu, wie z. B. RHCSA, RHCE oder aktuell VCP (VMware Certified Professional) und VCAP VMware Certified Advanced Professional).

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